MdL Thomas Kreuzer besucht Sulzberg

Der Kemptener Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CSU-Fraktion im Landtag Thomas Kreuzer besuchte unsere Gemeinde. Dabei gewann er Einblicke in die Arbeit der in Sulzberg angesiedelten Unternehmen iPEK sowie des Sägewerks Bestler. Außerdem informierte er sich über die Arbeit des Burgenvereins Sulzberg auf der Burgruine.

Die Firma iPEK (abgeleitet aus Ingenieur Peter Kessler) wurde 1988 gegründet und hat seit dem Jahr 2007 einen Standort in Sulzberg. Zweiter Standort ist Riezlern im Kleinwalsertal. Der Geschäftsführer Herr Jung berichtete, dass etwa 80 Mitarbeiter von aktuell 130 Mitarbeitern in Sulzberg beschäftigt sind. Der Umsatz steigt kontinuierlich und wird im Jahr 2015 voraussichtlich 30 Mio. Euro betragen. Aufgrund der sehr guten Auftragslage und der ständig steigenden Mitarbeiterzahl musste zuletzt ein weiteres Gebäude im Gewerbegebiet angemietet werden. Außerdem plant iPEK bis in zwei Jahren ein weiteres Gebäude direkt neben dem aktuellen Standort zu bauen, um die beengten Verhältnisse zu beheben. DSC01293

Beeindruckt zeigte sich Thomas Kreuzer über die hoch komplexen Produkte, die in über 50 Länder weltweit verkauft werden. Dabei handelt es sich um Video-Inspektionskameras, die in Abwasser- oder Frischwasserkanälen sowie in Industrieanlagen eingesetzt werden. Herr Jung betonte, dass iPEK ständig auf der Suche ist nach hoch qualifizierten Mitarbeitern, insbesondere Mechatronikern oder Ingenieuren. Dabei bildet iPEK Mitarbeiter selbst aus oder kooperiert mit der Fachhochschule Kempten, indem Studenten über Praktika oder Masterarbeiten Unterstützung gegeben wird. Bei einem Firmenrundgang konnten sich Thomas Kreuzer und die Besucher von einem innovativen Unternehmen mit modernen und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen überzeugen.

Das Sägewerk Bestler am Standort Wies besteht bereits deutlich länger. Seit 1991 wird das Unternehmen von Gemeinderat Ulrich Bestler geführt. Seitdem hat sich das Geschäft deutlich verändert. Nachdem er erkannt hatte, dass allein mit dem Lohnsägen in der Zukunft kein Auskommen verbunden sein würde, investierte er in CNC-gesteuerte Holzabbundanlagen. Das automatisierte Abbinden von Dachstühlen, Holzbauwerken, etc. auf zwei Anlagen stellt den größten Anteil am Geschäft. Außerdem gehört noch eine Trocknungsanlage zur Firma.DSC01296

Auch hier konnte MdL Thomas Kreuzer und die Besucher feststellen, dass in eigentlich traditionellen Handwerksbetrieben wie einer Sägerei und dem Zimmererhandwerk der technische Fortschritt Einzug gehalten haben. So sind beispielsweise den beiden Abbundanlagen je ein PC-Arbeitsplatz zugeordnet. Dort werden die Daten über die einzelnen Komponenten des Dachstuhls oder des Bauwerks vorbereitet und zusammengestellt.

Die dritte Station des Besuchs führte Thomas Kreuzer und die Besucher auf die Burgruine Sulzberg. Dort wartete bereits eine Delegation des Burgenvereins Sulzberg mit ihrem Vorsitzenden Willy Bechteler. In ihren historischen Gewändern vermittelten sie gleich einen Hauch von Mittelalter. Herr Bechteler ging auf die Geschichte des Burgenvereins ein, der im Jahr 1984 gegründet wurde und von ihm seitdem geführt wird. Nachdem die Burg über mehrere Jahrhunderte dem Verfall preis gegeben war, konnte in den vergangenen Jahrzehnten durch den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder dem Verfall Einhalt geboten werden und Vieles neu aufgebaut werden. Über 65.000 Arbeitsstunden und über 1,4 Mio. Euro, die in die Sanierung bisher flossen, sprechen eine deutliche Sprache.DSC01300

Der Einsatz und das Engagement der Burgfreunde wurden in diesem Jahr jedoch getrübt. Aufgrund von Brandschutzbestimmungen des Landratsamtes Oberallgäu kann der markante und weithin sichtbare Turm nicht mehr wie zuletzt genutzt werden. Die Haupteinnahmen der Burgfreunde kommen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen sowie Getränken an den Wochenenden in der Burgstube im Turm. Außerdem wurden in der Vergangenheit die Räumlichkeiten für Feste verDSC01301mietet. Diese Einnahmen, die alle in die weitere Sanierung der Burg gesteckt wurden, sind aufgrund der Verbote aus den Brandschutzbestimmungen eingebrochen und führen dazu, dass weniger in die Sanierung und den Erhalt investiert werden kann.

Thomas Kreuzer bekannte, dass die Brandschutzbestimmungen in vielen Bereichen von den Betroffenen als überzogen wahrgenommen werden. Er versprach, dass er bei Landrat Konrad Klotz die Problematik ansprechen werde. Er hoffe, dass eine für beide Seiten tragbare Lösung gefunden werden könne.

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